Kurt Arentz Entscheidung, sich neben den Tierskulpturen auch der Darstellung prominenter Persönlichkeiten zu widmen, hat weitreichende Folgen für seine Künstlerkarriere. Zum einen bietet es ihm selbst die Möglichkeit sich intensiv mit den Einflussreichen seiner Zeit auseinanderzusetzen, sie zu studieren, ihnen zu begegnen, aber auch immer wieder neue lukrative und prestigereiche Aufträge zu erhalten. Zum anderen stellt die Darstellung bekannter Gesichter den Porträtisten eine von Arentz gerne angenommene Herausforderung dar, nämlich, mit den Büsten die höchstmögliche Ähnlichkeit. Konsul B. John Zavrel (Gründer des Museums of European Art, Clarence) schreibt hierüber:

„Wer sich für das Portrait interessiert und sich selbst Portraitieren lassen möchte, der stelle sich zuerst folgende Frage: Was erwarte ich von einem Portrait? Die logische Folgerung ist: Es soll die abgebildete Person erkennbar vergegenwärtigen. Und dieser strenge Maßstab erfordert erst einmal hohes handwerkliches Können. Diese Fähigkeit ist auch für Kurt Arentz die Voraussetzung dafür, Bildnisse zu realisieren.

Der Meister hat den Mut, sich gleich an Persönlichkeiten der Zeitgeschichte heranzuwagen, die sozusagen jedes Kind kennt. Millionenfach ist daher der Vergleich zwischen Modell und dem fertigen Werk. Ebenso millionenfach kann Kritik erwartet werden, wenn der Vergleich nicht den individuellen Erwartungen der Betrachter entspricht. Die vermeintliche Diskrepanz hat eine einfache Erklärung: nicht die fotographisch getreue Abbildung eines Konterfeis sucht Arentz, sondern die Verbindung von Realität und zeitloser Form. Wie das berühmte Salz der Suppe den Geschmack verleiht, so beseelt die Inspiration des Künstlers auch die von ihm gestaltete Bronze.“ 

Arentz Büsten finden auf der ganzen Welt Anklang, den es gelingt ihm nicht nur, die äußeren Merkmale der Porträtierten einzufangen, sondern auch, deren Wesen nach außen dringen zu lassen und so dem Betrachter ein lebendiges Bild vor Augen zu führen. 

Es sind vor allem Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die ihn faszinieren, ihn zum Nachdenken anregen und zum Tätigwerden motivieren. Hier ist es weniger Sympathie oder blinde Verehrung, die ihn antreibt, als die Anerkennung großer menschlicher Fähigkeit und Leistung. Die Kunst ist ein Mittel der Annäherung und Erforschung und eine Einladung an den Betrachter den Einsichten des Künstlers zu folgen.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl seiner Arbeiten: