Schon in seinen ersten bildhauerischen Versuchen im Volkshochschulkurs bei Ernemann Sander, zeigt Arentz großes Interesse an Tierskulpturen. Neben einiger früher Versuche des weiblichen Akts entstehen so schon in den ersten Monaten Stierplastiken. Eines der ersten Werke, „der angreifende Stier“, zeigt ein machtvolles, muskelbepacktes Tier, das den Kopf drohend senkt und im Begriff zu sein scheint, loszustürmen.

Arentz genaue Kenntnisse der tierischen Anatomie, seine Fähigkeit „durchs Fell“ zu denken drückt sich in der Genauigkeit aus mit der er die herrische Anspannung des Tieres einfängt. Zeitlebens pflegt Arentz Tierskulpturen zu schaffen ohne vorher Skizzen oder Studien anzufertigen. Er arbeitet spontan, selbstsicher und gekonnt.

Auch in den Stierskulpturen zeigt sich der Künstler fasziniert von Macht und Dominanz eine Neigung, die sich ja auch immer wieder in der Wahl der Porträtierten wiederspiegelt. Der Stier ist ein Symbol der Männlichkeit und Potenz und wird als solche auch vom Publikum begeistert aufgenommen. Dieser angreifende Stier ist es, der ihm schon früh großen Beifall einbringt und schließlich zu einer Art Wappentier einer Vielzahl von Ausstellungen wird.

Arentz, der in seiner Schaffenszeit wiederholt von der „Schönheit der Schöpfung“ spricht, zeigt hier den klaren Hierarchiegedanken, in dem der Mensch über die Schöpfung gestellt über diese wacht. Anders als in seiner Tätigkeit als Metzger wird also nunmehr nicht die Nutzfunktion der Tiere betont, die er als Pragmatiker in seinem Alltag sicher nicht verneint hätte, er betont stattdessen den Menschen, der seine Verantwortung bezüglich des ihm anvertrauten erkennt und annimmt.

Auch Arentz Pferdedarstellungen finden viele Liebhaber unter den Kennern, den Reitern und den Züchtern. Immer wieder findet er so bei Jagdausstellungen und -messen und Reitveranstaltungen großen Anklang. Neben den Stieren bilden nämlich Pferdedarstellung eine weitere große Darstellungsgruppe. Obwohl selbst kein Reiter, kennt Arentz zunächst aus dem elterlichen Betrieb und dann über viele Reisen zu Gestüten die Pferde in ihrer Vielfalt. Besonders das Gestüt Marbach hat es ihm angetan und er genießt hier immer wieder Aufenthalte als Momente der Entspannung und Ruhe in seinem, sonst sehr betriebsamen und wohl auch manchmal anstrengendem Leben.